25 JAHRE Bürgerinitiative Forum Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
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25 Jahre Zwischenlager Gundremmingen
25 JAHRE Bürgerinitiative Forum Gemeinsam gegen das Zwischenlager und für eine verantwortbare Energiepolitik e.V.
Aktuelle Glanzlichter:
Es schreibt Raimund Kamm
IWR: Windstrom in Deutschland legte im ersten Quartal 2026 um 27 Prozent zu. Dies trug zu sinkenden Strompreisen bei, da immer teurer werdende Gaskraftwerke seltener zum Einsatz kamen (merit order). (Quelle: IWR News).+2
Dieser Zuwachs ist eine Folge des starken Windkraftzubaus der vergangenen Jahre, der insbesondere unter Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck vorangetrieben wurde, trotz massiver politischer Kritik u. a. durch Merz und Söder. Der Ausbau konzentrierte sich vor allem auf Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Dort verbessert sich die Versorgungslage, Strom wird günstiger und Industriestandorte werden attraktiver. Bayern und Baden-Württemberg profitieren dagegen bislang nur begrenzt – weitgehend aufgrund eigener politischer Versäumnisse beim Windkraftausbau.+3
Stromerzeugung aus Windkraft
(Quelle: Energy Charts)
Im ersten Quartal 2026 wurden in Deutschland rund 33 TWh Offshore-Windstrom erzeugt sowie rund 9,3 TWh Windstrom an Land. Die Windkraft war damit erneut die größte einzelne Stromquelle Deutschlands.+1
Fortschritte bei CO2 und Abfallvermeidung im Windkraftbau
(Quelle: IWR News – RWE Meilenstein)
Ein wichtiger Fortschritt betrifft den Einsatz CO2-reduzierter Stahltürme („Greener Tower“) von Siemens Gamesa, u.a. im Offshore-Windpark Thor (RWE). Diese bestehen aus Stahl, dessen Produktion nach Angaben von RWE mindestens 63 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht als konventionell hergestellter Stahl. Möglich wird dies unter anderem durch den Einsatz von Ökostrom und optimierten Produktionsprozessen.+1
Auch bei den Rotorblättern setzt das Projekt neue Maßstäbe im Sinne der Kreislaufwirtschaft. Insgesamt 40 der 72 Anlagen werden mit insgesamt 120 recycelbaren Rotorblättern ausgestattet. Diese basieren auf einem speziellen Harzsystem, das eine spätere Trennung und Wiederverwertung der Verbundmaterialien ermöglichen soll. Dadurch können die Materialien nach ihrem Lebensende unter anderem in der Automobil- und Konsumgüterindustrie weiterverwendet werden.+3
Siemens-Gamesa erklärt dazu: „RecyclableBlade ist darauf ausgelegt, Verbundmaterialien zurückzugewinnen und zu recyceln und damit eine wachsende Herausforderung am Lebensende von Rotorblättern zu adressieren.“ Hieran können sich andere Industrien ein Beispiel nehmen.+1
Internationaler Überblick
Irena: Weltweiter Photovoltaik-Zubau erreichte 2025 einen Rekordwert von 511 Gigawatt (Quelle: PV Magazine) +1
Der globale Windkraftzubau lag bei rund 159 GW. Die weltweite Atomstromkapazität schrumpfte weiter.
Rückblick Fukushima
(Quelle: Deutsche Welle – Interview Naoto Kan)
Im März 2011 hatte Tokio bei der Fukushima-Katastrophe großes Glück. Der damalige japanische Premierminister Naoto Kan erklärte später bei einer Atomkonferenz in Zürich, dass Tokio bei ungünstiger Windrichtung hätte evakuiert werden müssen, was katastrophale Folgen gehabt hätte.+1
Atommüll in Gundremmingen
Von Gundremmingen geht weiterhin eine erhebliche Gefahr aus: Dort befindet sich Deutschlands größtes oberirdisches Atommülllager, das nicht als dauerhaft sicher gilt. Gelagert sind dort über 100.000 Tonnen radioaktiver Abfälle. Die Gesamtaktivität beträgt mehrere Milliarden Becquerel (1 Becquerel = ein radioaktiver Zerfall pro Sekunde).+1
Bis heute wurde kein einziges Kilogramm hochradioaktiven Abfalls dauerhaft entsorgt! Alle bisherigen Entsorgungsversprechen wurde nicht eingelöst. Siehe Infoblatt „Kein Kilo entsorgt“.+1
Die meisten für unsere Region zuständigen Bundestagsabgeordneten haben uns im Stich gelassen:
- Engelhard (CSU)
- C. Schmid (SPD)
- Roderich Kiesewetter (CDU)
- Claudia Roth (Grüne)
Lediglich Hansjörg Kiesewetter reagierte auf unsere Einladung zur Veranstaltung „Schneller Endlagern“ im Frühsommer 2025. Der Bundestag entscheidet über das Standortauswahlgesetz und die zu untersuchenden Standorte. Deshalb müssen Bundestagsabgeordnete Verantwortung übernehmen – insbesondere jene aus betroffenen Regionen!
Fakten zur Energiewende
- +++ Alle Atomkraftwerke in Deutschland sind stillgelegt, so dass sie keinen neuen Atommüll mehr produzieren und nicht mehr explodieren können
- +++ Dank unserer erfolgreichen Stromwende haben wir weiter genügend Strom und können auch die klimaschädlichen fossilen Kraftwerke ersetzen
- +++ Unsere große Stromwende ermöglicht jetzt die für den Klimaschutz notwendige Energiewende auch für Industrie, Verkehr und Wärme
Worauf es jetzt ankommt:
- Solar- & Windkraft schwungvoll und dezentral ausbauen.
- Unsere Verteil- u. Übertragungsnetze modernisieren.
- Lastmanagement – also die Steuerung des Stromverbrauchs, auf den Stand der Zeit bringen.
- Speicher weiter ausbauen und bayerische Atomeseleien verhindern!
Rückblick 2025
Siehe auch Infoblatt: [Rückblick auf 2025-Zwischenlager und Endlagersuche]
Ein besonderer Dank gilt Elisa Akansu, die sich engagiert und kompetent in verschiedenen Atommüll-Gremien eingebracht hat. Dank gilt ebenso Valentin Kamm, der unseren Homepageauftritt aktualisiert hat.+1
I. Unser Bemühen, die Lösung des Problems des hochradioaktiven Atommülls voranzubringen – und das schneller
Wir haben mit dem Experten Wolfram König, ehemaliger Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) sowie des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), diskutiert, wie die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle beschleunigt werden kann. Zu dieser Diskussion haben wir auch die für unsere Region zuständigen Bundestagsabgeordneten eingeladen. Die Mehrheit zeigte jedoch kein Interesse.+1
Zudem haben wir dem Landrat des Landkreises Günzburg schriftlich dargelegt, warum seine Forderung nach einem zentralen Zwischenlager in Gorleben fachlich falsch und für eine zügige Endlagerung kontraproduktiv ist. Auf unsere Einladung zu einer öffentlichen Diskussion hat er nicht reagiert.+1
Wir haben außerdem eine ausführliche Stellungnahme zum unzulänglichen Entwurf für die vorgeschriebene Neufassung des nationalen Entsorgungsprogramms (NaPro) erarbeitet. Leider fruchtlos.+1
II. Einsatz für die Energiewende
Mit zahlreichen Vorträgen sowie durch unsere Mitarbeit in der neu gegründeten Bürgerinitiative „Windkraft Lech – Wertach – Stauden e. V.“ setzen wir uns aktiv für die Energiewende ein. Die Windkraft ist heute Deutschlands größte Stromquelle. Ohne Windkraft gäbe es weder den Atomausstieg, noch wirksamen Klimaschutz, noch eine sichere Stromversorgung in kritischen Situationen.+1
Im Rahmen unserer Veranstaltungen berichteten erfolgreiche Windkraft-Projektierer aus der Praxis und stellten sich der Diskussion: „Mit Windkraft gut Strom erzeugen – und Geld verdienen.“ Beide Referierenden sind Mitglieder unserer Bürgerinitiative:
- Kristina Willkomm, IB Sing, Landsberg
- Georg Honold, Schweizer Honold Energiesysteme GmbH & Co. KG, Bopfingen
Unsere nächsten Aktivitäten
- Samstag, 18. April: Bundesweite Demonstrationen „Erneuerbare Energien verteidigen“. Wir machen mit in München: Infos zur Demo
- Mo., 15. Juni: Infoabend mit Prof. Dr. Armin Grunwald im Colleg in Dillingen. Thema: Wie realistisch sind neue Atomkraftwerke – insbesondere Fusionskraftwerke und SMR?
- Weitere Informationen folgen bald hier: https://atommuell-lager.de/events/
- In Planung für 2027: Große Veranstaltung zu Klimaschutz und verantwortlicher Energiepolitik
Danke
Unsere jahrelange Arbeit war nur möglich, weil wir von Hunderten engagierten Mitgliedern unterstützt werden. Ein besonderer Dank gilt: Uli Brenner, Petra Semet, Elisa Akansu, Johanna Kamm und Valentin Kamm, sowie Volker Miosga, der sich über viele Jahre um unsere Website gekümmert hat und nun auch die Überarbeitung unseres Forum-Flyers übernimmt.+1
Schon vor Jahren habe ich betont, dass neben unserer energiepolitischen Arbeit die Verjüngung unseres Forums entscheidend ist. Auch in 20, 50 oder 150 Jahren wird es Menschen brauchen, die über das Atommüllproblem Bescheid wissen und sich für eine verantwortungsvolle Entsorgung einsetzen. Umso erfreulicher ist es, dass jüngere Mitglieder Verantwortung im Vorstand übernommen haben und erneut kandidieren.+2
Ich selbst muss nach einer Lungenembolie und zwei Schlaganfällen leider kürzertreten.
Raimund Kamm im März 2026
Kontakt Vorstand: Raimund Kamm, Luitpoldstr. 26, 86157 Augsburg, T. 0821-54 19 36, vorstand@atommuell-lager.de Büro: Ulli Brenner, Dorfstr. 22, 89438 Ellerbach, T& F. 08296-745, buero@atommuell-lager.de Web: www.atommuell-lager.de +2