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Faire Windkraft
Windkraft ist Deutschlands wichtigste Stromquelle und soll bis 2030 auf 115 GW ausgebaut werden, wobei moderne Anlagen auch im Süden rentabel sind. Für eine hohe Akzeptanz ist eine echte Bürgerbeteiligung entscheidend: Statt bloßer Nachrangdarlehen ohne Mitsprache sollten Modelle wie GmbH & Co. KGs oder Genossenschaften genutzt werden. So erhalten Bürger und Kommunen faire Stimmrechte und eine direkte Teilhabe an den Gewinnen der professionell geführten Windparks.

WKA in Fuchstal. Foto IB Sing, Landsberg
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Windkraft in Süddeutschland: das Klima schützen, Strom produzieren und Geld verdienen
Trotz breiter gesellschaftlicher Akzeptanz von rund 80 % wurde der Windkraftausbau in Bayern jahrelang politisch gebremst, was die Abhängigkeit von fossilen Importen erhöhte. Dabei sind moderne Anlagen im Süden hochgradig effizient: Eine einzige WKA kann über 5.000 Haushalte klimaschonend versorgen und ist mit 5–10 ct/kWh deutlich günstiger als die wasserstoffbasierte Alternative. Da Solarenergie im Winter nicht ausreicht, ist der Ausbau auf geeigneten Flächen (ca. 10 % der Landesfläche) für eine sichere, dezentrale Versorgung essenziell. Entscheidend für den Erfolg sind dabei der Naturschutz-Dialog und eine faire Bürgerbeteiligung, damit die Menschen vor Ort direkt von der Wertschöpfung in ihrer Landschaft profitieren.